Dampfbäder

Zu Zeiten des Römischen Reiches waren Dampfbäder sehr beliebt. Schon in der Frühgeschichte der Menschen gab es Steinschwitzbäder. Eine nordische Art des Dampfbades entwickelten die Kelten, Angelsachsen und die Germanen. Die Griechen und Römer sowie Perser und Türken schufen eine mediterrane Dampfkultur.

Vor rund 2.000 Jahren soll es allein in Rom ungefähr 170 öffentliche Bäderanlagen gegeben haben, die neben der Hygiene und Körperertüchtigung vor allem sozialen Zwecken dienten. Nicht selten wurden auch Geschäfte in einem öffentlichen Dampfbad geschlossen, was bis heute in einigen Gebieten praktiziert wird.

 

Auszeichnend für Dampfbäder ist die feuchte Wärme mit 100% Luftfeuchtigkeit und nicht zu heißen Temperaturen von 45 bis 50 Grad Celsius. Die Temperaturen in einem Dampfbad sind geringer als in einer Sauna, da das Ziel nicht das starke Schwitzen ist sondern die Öffnung der Hautporen und die Tiefenbefeuchtung der Haut.

Bei einem Dampfbad begibt man sich in den feuchtwarmen Raum und lässt sich gemütlich auf einer Bank nieder, ähnlich wie in einer Sauna. Dadurch, dass die Temperaturen niedriger sind, wird der Kreislauf nicht übermäßig belastet und die feuchtwarme Luft wirkt sich sehr positiv auf die Atemorgane und die Haut aus.

 

Die Erwärmung durch die Durchblutung der Haut kann durch eine Bürstenmassage unterstützt werden. Wenn der Schwitzvorgang beginnt, folgt eine Abkühlungsphase mit einem Schlauch oder mittels kalten Güssen. Im Anschluss daran ist eine Ruhepause sehr wichtig, um dem Körper eine Erholung zu gönnen. 

Im Grunde ist der Vorgang in einem Dampfbad ähnlich dem in einer Sauna, nur das die äußeren Bedingungen abweichend sind. Es gibt viele verschiedene Formen des Dampfbades wie etwa das römische Dampfbad (Caldarium), das türkische Dampfbad (Hamam), das russische Dampfbad (Banja), das irische Dampfbad, sog. moderne Dampfbäder, Softdampfbäder und das Tylarium, welches eine Kombination aus einer traditionellen Sauna und einem milden Dampfbad ist.

 

Das irische Dampfbad beispielsweise besteht aus mehreren feuchtwarmen Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen von anfänglich 25 bis 35 Grad Celsius bis hin zu Temperaturen von 40 bis 55 Grad Celsius, die nacheinander aufgesucht werden. Der Schwitzvorgang wird hierdurch enorm gesteigert. Beim zweiten Gang werden wieder die beiden Räume nacheinander aufgesucht und dann geht es in das eigentliche Dampfbad. Dieser Raum ist mit Dampf so dicht gefüllt, dass man kaum einen Meter weit sehen kann. Das Atmen verwandelt sich in einen Inhalationsprozess.

Die ansteigenden Temperaturen bei Dampfbädern mit mehreren Räumen ermöglichen eine langsame Anpassung des Körpers an die Wärme. Somit wird das Herz und der Kreislauf geschont und die Atmwege werden langsam besser durchblutet.

 

Dabei kann der Dampf tief in die Bronchien und die Lunge eindringen, was auch zu einer Sekretlösung in den Atemwegen führen kann. Ein Dampfbad entfaltet seine wohltuende Wirkung auf angespannte Nerven und löst auch Verkrampfungen der Muskeln. Zudem öffnen sich die Hautporen und werden tief gereinigt. Bei einer richtigen Anwendung verbessert ein Dampfbad die Mobilität der Muskeln und Gelenke insgesamt und bringt bei leichten rheumatischen Erkrankungen eine Linderung.

Durch den Zusatz von ätherischen Ölen kann auch eine positive Wirkung auf die Amtungsorgane erzielt werden. Zudem dient ein regelmäßiger Besuch in einem Dampfbad vor allem der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten und stäkt somit das Immunsystem.

 

Viele Menschen empfinden einen Aufenthalt im Dampfbad wesentlich angenehmer als in der klassischen Sauna. Jedoch wird Personen mit Entzündungen, akuten Infektionskrankheiten, mit Herz-Kreislauf-Krankheiten, Venenthrombosen oder Krampfaderleiden im Allgemeinen vom Besuch eines Dampfbades abgeraten.

Zurück
Wellness / Beauty

Bäder

Entspannungstipps

Massagen

Sauna

Solarium und Sonnendusche