Bürstenmassage

Die Bürstenmassage stammt aus der klassischen Naturheiltradition des Abendlandes und gilt als eine Methode der Körperpflege und wirkt sich nebenbei auch sehr auf das Wohlbefinden aus.

Unterschieden wird zwischen der Trockenbürstung und der Seifenbürstenmassage. Bei der Trockenmassage werden direkt bei der Massage kleine pflegenden Substanzen verwendet, während die Seifenbürstenmassage ein intensives Peeling der Haut ist, bei dem feinste Hornschüppchen entfernt werden und die Haut porentief rein wird.

 

In einem Wellnessstudio dauert eine solche Massage zwischen 20 und 30 Minuten. Verwendet werden bei einer Seifenbürstenmassage Lorbeerseifen oder andere Duftseifen, mit denen eine tiefenreinigende Wirkung erzielt werden kann. Grundsätzlich wird mit Hilfe einer Bürste die Haut massiert. Dabei ist es sehr wichtig zu beachten, dass immer mit der rechten Körperseite in kreisförmigen Bewegungen begonnen wird – also immer zum Herzen hin. Bei der Bürstenmassage wird zunächst mit den Beinen angefangen, erst außen, dann folgen die Innenseiten. Von den Waden her geht es aufwärts weiter.

 

Gleiches gilt für die Arme. Hierbei wird rechts begonnen und in Längsrichtung von der Hand zur Schulter gebürstet. Gleiches passiert mit dem linken Arm. An der Brust wird von oben nach unten, an den Rippen entland zum Brustbein gebürstet. Ausgespart werden sollten hierbei besser die überaus empfindlichen Brustwarzen. Im Anschluss folgt die Bauchpartie. Die Bürste kreist hierbei im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum. Die Stärken der Borsten der Bürste sollten der individuellen Empfindlichkeit der Haut angepasst werden.

 

Zum Trockenbürsten eignen sich Bürsten mit Naturborsten, Luffaschwämme oder entsprechende Massageprodukte aus einem rauen Naturfasergewebe wie etwas Hanf oder Sisal. Das Wohlfinden erhöht sich enorm, wenn der Körper nach der Bürstenmassage mit Öl oder einer Pflegecreme eingecremt wird. Das Bürsten der Haut regt zum Einen den Kreislauf an und reguliert zum Anderen den Blutdruck. Zudem wirkt sich das Bürsten anregend auf die inneren Organe aus. Auch kann die Tätigkeit des Bürstens vegetativ beruhigend sein.

Die kreisenden Bewegungen führen jedoch nicht nur zu einer Durchblutung fördernden und Kreislauf anregenden Wirkung, es wird gleichzeitig auch die Hautdurchblutung gestärkt und überflüssige abgestorbene Hautzellen werden entfernt. Durch diese körperlichen Prozesse wird die Haut verjüngt und die Entgiftung wird unterstützt.

 

Die Massage mit einer Bürste eignet sich auch hervorragend zur Eigenbehandlung. Hierzu ist unmittelbar nach dem Aufstehen ein guter Zeitpunkt dafür. Die Arme und Beine werden in geraden Strichen zum Herzen hin gebürstet und es wird wie in einem Wellnessstudio mit dem rechten Bein begonnen - Fußsohlen, Außen- und Innenseite, dann das linke Bein und bei den Armen ebenfalls erst rechts, dann links.

 

Weiter geht es mit dem Gesäß, Bauch und Rücken, im Uhrzeigersinn. Die Wirkung zu Hause wird durch eine anschließende Wechseldusche gesteigert. Zeigt die Haut eine Rötung auf, ist dies nicht beunruhigend sondern völlig normal. Grundsätzlich kann eine Bürstenmassage als Vorbereitung für eine nachfolgende Behandlung angewendet werden oder aber einfach nur als sog. „Waschung“. In einigen Studios wird der gesamte Körper mit zwei Bürsten gleitzeitig abgerieben bis eine leichte Rosafärbung der Haut entsteht. In einem anschließenden Schwitzbad oder in der Sauna kann wesentlich mehr Schweiß ausgeschieden werden, da die Poren durch die Bürstmassage gereinigt werden.

 

Eine Bürstenmassage eignet sich als Einzel- oder Zusatzbehandlung zur Schönheitspflege und Entspannung und wird aber auch im medizinischen Bereich bei Übergewicht, übermäßigem Fettgewebe, vermehrter Talkbildung der Haut, Unvermögen zu schwitzen (trotz Sauna) und bei einem schlechten Körpergeruch eingesetzt. Weitere Indikatoren sind niedriger Blutdruck und Kreislaufprobleme.

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