Massagen sind eine manuelle Therapieform zur mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur. Die Wirkung einer Massage erstreckt sich nicht nur auf schmerzende oder verspannte Stellen sondern auch über den gesamten Organismus und somit auch auf die Psyche. Massage gehören zu den ältesten Heilmitteln der Menschen.
Vom Grundprinzip her unterscheiden sich die einzelnen Massagetechniken sehr voneinander, so dass auch die Wirkungsweisen auf den Körper sehr unterschiedlich sind. Klassische Massagen werden von Masseuren, Physiotherapeuten und Ärzten durchgeführt und sind wissenschaftlich und medizinisch anerkannt. Solche Massagen fördern die Durchblutung, entspannen die Muskulatur, lösen Verklebungen und Narben, lindern Schmerzen, entschlacken das Gewebe und über sog. Reflexbögen kann auf die inneren Organe eingewirkt werden.
Zudem können Massagen die Psyche entspannen, den Zellstoffwechsel im Gewebe verbessern, die Haut und das Bindegewebe entspannen und das vegetative Nervensystem beeinflussen. Im Bereich der Wellness sind meist die Ganz- oder Teilköpermassagen zu finden. Bei einer Ganzkörpermassage werden sämtliche Köperregionen massiert, einschließlich Füße, Beine, Arme, Hände Rücken, Schultern, Nacken, Brust sowie Bauch, Gesicht und Kopf. Eine solche Massage wird eher selten im Rahmen einer medizinischen Therapie verschrieben.
Die Teilkörpermassage erstreckt sich nur über bestimmte Körperregionen und ist meist nur ein Teilbereich einer kosmetische Behandlung. In der Fußpflege sind es Füße und Beine, in der Hand- und Nagelpflege die Hände und Arme, beim Frisör der Kopf und Nacken und im Kosmetikstudio in der Regel das Gesicht. Massagen werden von Massageölen unterstützt. Die Öle dienen hierbei als Gleitmittel und machen zudem die Hau weich und geschmeidig. Geeignet sind hierfür Mandelöl, Weizenkeimöl, Jojobaöl, Hanföl und Aloeveraöl. Es können aber auch günstigere Öle wie Sonnenblumen- oder Olivenöle verwendet werden. Besonders eignen sich Öle, die kaltgepresst sind, da sie länger haltbar und zudem sehr sparsam im Verbrauch sind. Oft werden auch im Rahmen einer Aromamassage Öle benutzt, die einen besonderen Duft haben. Einem Basisöl wird hierbei ein ätherisches Öl beigemischt. Neben dem Duft haben ätherische Öle auch eine Reihe anderer Wirkungen.
So wirkt z.B. Hönigöl entspannend und beruhigend während Lavendelöl den Schlaf fördert und entzündungshemmend wirkt. Johanniskrautöl eignet sich besonders für Rücken- und Gliederschmerzen während Mandarinenöl die Muskulatur entspannt und Melissenöl beruhigend und erfrischend wirkt. Wichtig ist jedoch, beim Umgang mit ätherischen Ölen eine gewisse Vorsicht walten zu lassen, da teilweise Hautreizungen auftreten können. Es empfiehlt sich also vor dem Einsatz ätherischer Öle das betreffende Öl an einer Hautstelle auszuprobieren.